11. März 2017

Lucky Luke hebräisch

Lucky Luke »Das gelobte Land« (« La Terre Promise ») hat Klaus Jöken vom französischen Original übersetzt. Der Text stammt von »Jul nach Morris«, was auch immer das heißt.
   Nun sind alle möglichen Ausdrücke, vor allem jiddisch (sein sollende), mit Sternchen erklärt, etwa auf Seite 10 »OJ WEJ« als »JIDDISCHER KLAGERUF«, eher trivial (oh weh!). »MISCHPOCHE« (Seite 11) bleibt dort unerklärt. Das sollen wir kennen, das steht ja im Duden, wobei man gerade dort aufklären könnte, dass Mischpoche ursprünglich nicht abfällig gemeint war wie heute im Deutschen, sondern bloß die Verwandtschaft.
   Was nicht übersetzt wird, sind hebräische Gebete, die man alsa Goi nicht einmal lesen kann wegen der Schriftzeichen.
»Das gelobte Land«, Seite 16. Zum Vergrößern klicken!
Wofür steht denn nun טוֹב יהדה לכּלל? Vermutlich hab’ ich das nicht einmal richtig »abgeschrieben«. (Erst ausgeschnitten im Bild, dann hier zum optischen Lesen gegeben, dann das Ergebnis טוֹב יהדה לכּלל gegoogelt.) So kam ich auf Psalm 114,2, »Da wurde Juda Gottes Heiligtum«, schreiben die katholischen Innsbrucker. Warum, wieso, wann gesprochen als Gebet? Das weiß wohl keiner, dehalb das Fragezeichen.
Und oben das lange Gebet? No, da frag ich lieber …

… Nur mit dem Netz kommt wenig ’raus:
אשרי יוֹשבי ביתך. ﬠרד יּהללוּךי סלה:
אשרי הצם שככה לי. אשרי הﬠם שידָ י אַלהיּו:
אריממך אלהי המלך. ואברכה שכוך לﬠרלם כצד:

   und »übersetzt«:




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Wikipédia
Le nouveau «Lucky Luke», une Terre promise qui ne tient pas toutes ses promesses
Lucky Luke : les cinq meilleurs gags dégainés dans La Terre Promise
Xavier Nataf interviewt den Autor «Jul», 15-Minuten-Video – nur mit guten Französischkennnissen!
Der Figaro interviewt Jul – kann man gut lesen.

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