29. März 2008

Reading Foreign Books.  Now, obviously, my mother tongue has not been English, nor Italian, nor, as my Austrian mother likes to jest, Czech. As a baby, I had a Czech nurse. As a six year old boy, I learned Italian:  la mela, la pera, la castagna. We filled out the pictures, no, we had to paint them, as in those days, Bolzano 1947, you didn’t paint into printed books. Later in the boarding school in Bavaria, when I was fifteen or so, I devoured English paperbacks. Penguins. Like today, most new literature was English. Paperbacks were cheap. My German teacher had to calligraph not one but up to four leading pages in the books I had won as best of class. Für gute Leistungen. Sometimes. I followed John Steinbeck to Monterrey—even today I’m homesick of California—, and O’Neill into his run-down families. Or rather: O’Neill haunted me. A short story. In a rainy summer, late fifties, I was on one of my bicycle tours and had to wait a few days in Travemünde, sleeping on the small sailing boat of my uncle Victor. The bench was just a bit too short for stretched legs. Rain dropped onto the canvas roof over the yardarm (Rah) . In the dull harbor waters jellyfish (Quallen) was passing by, slowly, unimpressed by the rain above. In between in the twilight: Fritz and O’ Neill.  

In the last days I read Night Train to Lisbon by Pascale Mercier (Peter Bieri). Birte gave it to me, my daughter, not knowing that the original is in German … 

Reading Foreign Books. Let me approach my thought from another angle. My other daughter, Carla, six and just barely able to read, shows me how much easier it is, how much more convenient to watch a video or hear a CD, rather than to read a book. In an hour you see or hear, what otherwise takes you days to read. You even see more via video: precise pictures, masterful sounds, real places. Today political arguments are passed via videos, see Wilders’ Fitna. So why books? Why foreign books?

Reading foreign books is all about phantasy, imagination. It might not be what the author intended. But it is what you imagine, what you dream up. You have no pre-set associations with words foreign to you—incidentally the cause of so many English words for new things in German. You’ve to newly build the meaning of a word, a phrase. Often you have to guess. You recreate the book. You yourself write the book you read, in your mind, much more than if it were a book in your usual language. In the Night Train Gregorius reads a Portuguese book, a language he didn’t know but is fast to learn. 

Reading a book in another language, that is reading by the power of two. 

PS: Kein besonders kreatives Englisch. 
• Allerdings läuft mein neuer Apple-Safari-Browser beim Bloggen nur mit englischer Rechtschreibprüfung. Hier gut, sonst Mist. Überhaupt ein Sprachenmischmasch: »Vorschau« steht deutsch da, hernach dort “hide preview” englisch. Da sieht man mal wieder, dass man Technik ordentlich probieren muss, bevor man sie beurteilt …  (Hier ist nur man nicht rot unterstrichen.) Meine Safari-Erfahrungen bis dato:
• Angepriesen als: The world’ best browser. Free for Mac + PC. Das Ding ist auch wirklich schön, »schreibt« schön.

Tabs möglich, aber nicht so schön offensichtlich wie bei Explorer (oder Firefox). Welcher Tab gerade gezeigt wird, wird nicht genug deutlich (nur grau in grauer). Wenn ich noch keine Tabs habe, wie bekomme ich dann welche? Lösung: Ansicht, Tableiste einblenden.

• Browser kann nicht schon gleich mit einer Tab-Leiste starten. Das geht bei Firefox. Am schönsten geht das beim Explorer: Da steht in der Tab-Leiste immer ein weiterer freier Tab zur Verfügung.

• Kein Google-Bar!

• Muss Quicktime 7 downloaden, um Filmchen sehen zu können.

• Downloads nur auf den Desktop, nicht in beliebige Ordner. Über Bearbeiten, Einstellungen, Allgemein nur ein für alle Mal in einen bestimmten Ordner voreinstellbar; dann schon lieber Desktop, und danach händisch verteilen.

• PDFs werden nicht dargestellt. Mein Acrobat-Writer 6 wird zwar gestartet, tut dann aber nichts. Mein neuerer Acrobat-Reader 8 wird nicht gestartet, was aber passieren sollte … Stattdessen meldet Safari, er könne mit diesem Acrobat (dem 6er) nichts anzeigen (Firefox kann’s), ich solle ihn und den Acrobaten ausschalten und Safari neu starten, zuweilen kommt auch ein Würfel mit einem Fragezeichen. Immer stürzt dann Safari ab.

• Über file:///C:/Programme/Safari/Safari.resources/Help/de.lproj/Plug-ins.html lassen sich angeblich die Plugins ansehen. Dort kann aber nichts verändert werden. Wo stellt man Dateiendungsassoziationen ein? Lade extra Actobat (amerikanisch!) runter, geht immer noch nicht.

Lösung: Acrobat Reader vorher manuell laden.

• Bei Aufrufen eines Links, etwa aus Word, erscheint ein angeblich fataler Speicherzugriffsfehler (0x13d02d3f will auf 0x000…0 zugreifen), der dann aber Gottlob nicht fatal ist.

• Link, wohin ein Klicken führen würde, wird nicht sichtbar. Überhaupt ist’s mühsam, Web-Adressen herauszufinden, etwa von einzelnen Frames. Geht gut bei Firefox.

• Stampit Web geht nicht.

• Man kann nicht einfach einen Suchbegriff in die Adresszeile eingeben und erwarten, dass Google ihn sucht und »auf gut Glück« anzeigt, was bei Firefox recht praktisch ist.

• Die Google-Suche rechts oben lässt sich auf Yahoo variieren, nicht aber auf Wikipedia und andere.

27. März 2008

Reichtum. »Soziale Gerechtigkeit« stößt sich immer wieder an »Reichtum«. Selbst die Wikipedia veröffentlicht Listen der reichsten Deutschen. Der Stern endet seine heutige Reportage über Lidls liderliches Lauschen mit der Anmerkung: »3000 Euro Schmerzensgeld« – das Mitarbeiterinnen vielleicht bekämen, klagten sie erfolgreich über ihre Videoüberwachung – »von dem Vermögen, das Lidl-Gründer Dieter Schwarz im Laufe seines Lebens aufgehäuft hat, wären das weniger als 0,00003 Prozent.« (Name von Dieter Schwarz nicht verändert, von den Kassierinnen schon.) Wie müssen wir uns das vorstellen?


Am besten wir denken gleich an den Allerreichsten der Welt, an Onkel Dagobert. Da ist er im Topolino N. 2073, 22.8.1995 (« Zio Paperone e la proposta dell’ alter-ego »), p. 16, gezeichnet von Giorgio Cavazzano. Gerade setzt er zum Sprung vom Einmeterbrett an: »Einmal eintauchen, und ich seh’ die Sachen vielleicht glänzender!« Nun, wir wollen’s versuchen.

Der Reichtum unserer Reichen liegt nicht als goldene Masse im Tresor, auch nicht in Scheinen unter dem Kopfkissen. Nicht einmal in Liechtenstein. Das zählt nicht in der Statistik. Das Vermögen der Reichen arbeitet. Bei Herrn Schwarz sind es die Lidl-Läden, bei den Albrecht-Brüdern die Aldis, bei jedem etwas anderes, das Geld bringt – und Arbeit, und Steuern. Würde Herr Schwarz seine Lidl-Geschäfte verkaufen, so müsste sie ihm jemand abkaufen. Abkaufen mit Geld, das er oder sie durch den Verkauf eines anderen Besitzes bekäme. Mit Geld im Dagobertschen Sinne hat das wenig zu tun. Und wenn dann einmal einer seine »Schätze« verkauft, an »Heuschrecken«, wie sie so schön heißen, und sich mit dem Erlös eine Villa mit Yacht in Nizza leistet oder eine Welt(raum)reise, wem ist denn dann geholfen? Die Expropriierung nach realsozialistischem Muster bringt höchstens den Niedergang der Sache, nicht den Aufstieg des Reiches. 

Denn eigenartigerweise findet sich der Staat nicht in den Reichtumslisten. Es wäre ja einmal interessant zu wissen, ob er seinen Reichtum mehrt – oder nur seine Schulden. Nun, seine Aufgabe ist nicht “shareholder value”, mag er unseren Gemeinbesitz ruhig herunterkommen lassen, wir bauen später einfach neu, denn staatliche »Investitionen« dürfen eher kreditfinanziert werden als laufende Ausgaben, zu sehen in jedem herunterkommenden Schwimmbad.

Zurück aber zum Vermögen. »Vermögen verpflichtet«. Richtig. Und da sind mir die Brüder Albrecht allemal lieber, weil sie ihre Läden in Schuss halten, weil sie ihre Angestellten mehren und bezahlen, als der ach so soziale Staat, der Nokia fördert, bis sie weggeht, und die Kohle, bis der Berg einstürzt. Natürlich gibt Ineffizienz Scheinarbeit, gleichartige Ministerien in jedem Bundesland auch, sogar zigfach. Doch die Beamten werden an der Nase herumgeführt, wenn man sie in Bayern dasselbe tun lässt wie in Bremen, sagen wir: Schulbücher aussuchen. Schüler, die umziehen, haben das Nachsehen. Öffentliche Verschwendung gibt es ohne Ende. Kein Politiker bürgt. Kein Regierender wird ärmer, wenn er Mist baut. Gut, auch Industrie-Manager werden manchmal mit einem »goldenen Handschlag« entlassen, dafür sind aber die Besitzer verantwortlich. Genug.

Was ich sagen wollte: Man unterscheide zwischen Produktivvermögen (das allerdings auch in Liechtenstein liegen kann) und Konsum. Eine Yacht ist Konsum, und wird nur einmal beim Kauf versteuert. Produktives Vermögen dagegen scheint dem Staat ein Ärgernis zu sein. Es bringt Geld, muss versteuert werden. Also auf Leute, verprasst euer Geld! Fliegt ans andere Ende der Welt. Gebt euer Geld dort aus! Fiskusfrei. Wer spart, muss nur immer Renditen und Kursgewinne versteuern. Lasst den Rubel rollen, springt hinein ins volle Schuldenleben:

(Topolino N. 2009, 31.5.1994, « Zio Paperone e la febbre dell’ oro », gez. von Emanuele Barison, Seite 184: »Ihr springt dann auf meinen Pfiff, gleichzeitig!«)    

Ja, Geld kommt zu Geld – und das ist gut so! 

Link zu diesem Eintrag: http://blogabissl.blogspot.com/2008/03/reichtum.html