20. Januar 2017

Nato


Quelle Nato
“Nato brings together 28 sovereign countries from Europe and North America, consulting and cooperating in the field of security and defence. … Nato members have pledged to support each other against attack, … which asserts that an attack against one is an attack against all”, says Nato. Here’s a map showing Nato’s eastern border in calm colors.
Before 1991        Quelle Wikipedia
   Before the Iron Curtain fell, the eastern border line was at least one set of countries further to the west.

   Normal Europeans don’t even know where exactly these Baltic states are. Just ask if Latvia or Lithuania is further to the east. 
   I’d guess an average American doesn’t even know of their existance.
   My question: Has anybody in Nato been asked personally if they want to guarantee for these contries? Democratically? 
   These countries have significant Russian minorities. In Latvia fourty percent of the children are taught at school in Russian. The fights between Russians and Ukrainians in the Eastern Ukraine (Donbass) have originally been triggered by the Russian minority when Kiev passed the law “On the principles of the state language policy” in July 2012. Similar uprisings may threaten peace in Lithuania and Latvia. Not Nato nor “Europe” have influence on local nationalisms. In cases of dissent Russia is or will be called for help. 
   Already Lithuania plans a wall around Russian Kaliningrad. Where is Kaliningrad? 
   After the Berlin Crisis in 1961 I saw a graffito « Mourir pour Berlin? », die for Berlin?,  on the medieval wall of  Saintes-Maries-de-la-Mer in the Camargue. An American, will he want to die for, say, Gusev (Gumbinnen)? – Well, he won’t have to, as that’s not Nato there. But for Klaipėda (Memel) in Latvia, hundred miles to the Northwest via Sovetsk (Tilsit), he would have to, in case of trouble with Russia.Would a German fight for Sovetsk? But he’s just lost it – perhaps not so recently, on January 20, 1945  (engl. link), and you can still buy Tilsiter in every German supermarket.
   What did Nato think by adding all these countries? “Bigger is better”? 

(for Andrew)
Permalink
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/nato.html

19. Januar 2017

TomTom-Seriennummern

Beim Nachkaufen von Karten und Diensten für seine TomTom-Navigation (Navi, Navis) braucht man oft die Seriennummer. Hier ein Beispiel.

When buying maps for TomTom naviagation systems, you often need the serial number. See an example.
Seriennummer QI1233G04273 eines TomTom GO 500 Modell 4FA50
Der senkrechte Trennstrich | soll ein großes I sein.
The vertical line | is a capital I, so that’s QI1233G04273.


TomTom-Support https://de.support.tomtom.com/ deutsch
TomTom support https://support.tomtom.com/en_us/ English

Permalink
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/tomtom-seriennummern.html

Den QR-Code konnte ch nicht lesen. I could not read the QR code.

Rundungen, Rundungsradien

Da müsste man mal wieder was schreiben, über die designhistorische Entwicklung von Radien.

Ein berühmter Radius ist die Bierflaschlrundung am Übergang von Zimmerwand zu Zimmerdecke, heute altmodisch wie Blümchentapeten.

Dann fand ich zufällig von Hans Gugelot Radiengedanken zu einem Fotokopierer von 1963:
Aus »System-Design Bahnbrecher: Hans Gugelot 1920–65«
von Hans Wichmann auf http://bit.ly/2jOycxS
Es gibt daher drei grundlegende Möglichkeiten, einen Quader mittels seiner Radien an den Kanten zu gestalten. Wobei die drei Ergebnisse sich voneinander grundlegend unterscheiden. Bei allen Ergebnissen gibt es doppelt so viele Kanten, also acht, mit kleinem Radius, als es Kanten mit großem Radius gibt. Selbstverständlich lässt sich die Stufung der beiden Radien beliebig variieren, so dass man in der praktischen Anwendung dieser Theorie geradezu unendlich viele Möglichkeiten hat, einen Quader durch die Verrundung seiner Kanten zu variieren. Ein praktisches Beispiel für die Anwendung dieses Verfahren ist das Bürokopiergerät, das wir für die Firma Lumoprint, Hamburg, entworfen haben. Die Ordnung dieses Gerätes besteht aber auch darin, dass wir einen Deckel vorgesehen haben, der fast sämtliche Funktionen des Gerätes steuert.XX
YY
Lediglich die Einstellung der Lichtstärke wird an einem separaten Bedienungsknopf vorgenommen. Man sieht sehr deutlich, dass die horizontal liegenden und parallel zur Längsachse des Gerätes verlaufenden Kanten mit den großen Radien versehen sind, die übrigen acht Kanten, also die Kanten der Stirnflächen, mit kleinen Radien. Man erhält hierdurch eine Betonung der Stirnfläche und dadurch eine fast rohrförmige Erscheinung des Gerätes. Hierdurch erscheint das Gerät nieder und lang, und hätten wir die langen Seiten des Gerätes mit kleinen Radien versehen, wäre das Gerät bedeutend kürzer und auch höher erschienen. Die natürliche Konsequenz dieser Gestaltung bedingt, dass wir das Gehäuse vom Boden lösen, was, da das Gerät teilweise mobil eingesetzt wird, zum Tragen ein Vorteil ist. Im weiteren hat es sich erwiesen, dass im Werkzeugbau diese Anwendung unserer Theorie ein Vorteil ist …

Soweit Hans Gugelot im Vortrag »Der Designer in der heutigen Gesellschaft«, gehalten in Stockholm im Mai 1963. S. 21/22 
– Da sehen Sie übrigens, wie viel besser gewohnte Rechtschreibung zu lesen ist. Ich hab’s Ihnen extra zweispaltig gesetzt, in Helvetika und ähnlich klein wie oben.


Auf das Thema gekommen bin ich heute über ein Bild des 87-jährigen Jean Widmer.



Hier der schöne Artikel, samt einer Bilderserie und interessanten Kommentaren (dort auch der Urherrechtshinweis zum Bild).

In den letzten sechzig Jahren haben sich die Radien verringert. 
   Mehr weiß ich Nicht-Designer leider nicht zu sagen …

Links
Statik von Verrundungen (Viertelkreis vs. krümmungsstetig)
Radientopologie (Zwei-Klammer-, Drei-Winkel-Prinzip)
Hannes Famira (fand ich schön)

Link hierher:
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/rundungen-rundungsradien.html
Tabellendesign im Blog hier mit width 650px, erste und zweite Spalte je 250px 

15. Januar 2017

Schellack- u.a. Reminiszenzen

Gestern, Samstag 14. Januar 2017, auf Dreisat TV,
ging es um den polnisch-jüdischen Geiger Bronisław Huberman.



Schön, wieder einmal Klassisches zu sehen und zu hören; für mich Geduldsprobe und Blick in ein früheres Leben. Besonders der Film über die Entstehung des “Israel Philharmonic Orchestera” lehrte mich wieder viel über die Zeit der Dreißigerjahre, über die Not der Juden, die verzweifelt Fluchtwege suchten. Die Klischees wie gleich mehrfach gezeigte Nazi-Standardszenen ziehe ich ab und »denke und fühle mir mein Teil«. Das geht mir so schon bei den Hödl-Memoiren.
   In der Sonntagfrüh bin ich dann auf Youtube hängen geblieben, bei Schellackplatten. Ein Beispiel zum Klicken.
« La campanella », Paganini, mit Huberman
Links:
• »Geburtstagskonzert«
• »Orchester im Exil« 
· Mediathek-Videos kann man z.B. mit Mediathekview herunterladen, gucken am besten mit VLC.
Schellack mit zwei l, nicht drei
Abtastsysteme (englisch)
Abtastung in der Wikipedia
• Permalink hierher:
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/schellack-ua-reminiszenzen.html

14. Januar 2017

Facebook für Nicht-Facebooker

If you are not a facebook “community” member, facebook blocks its pages to you, and insists that you join. As a member, you can experience this by using your browser’s “private” modus (Explorer, Firefox: Ctrl-Shift-P or via menu; Chrome: Ctrl-Shift-N), especially before distributing a link to facebook. Try https://www.facebook.com/zuck. (If Zuckerberg wants “to make the world a more open place” he should remove access restrictions to facebook.)
 
Facebook kostet nichts, ist dafür aber extrem penetrant. Im Gegensatz zu einer klassischen privaten Homepage oder einem (übrigens kostenlosen) Blog wie diesem hier kann man nur als »Beigetretener« den Inhalt von Facebook-Seiten ungestört sehen. Wenn es darum geht, immer mehr Mitglieder in »sein« »soziales« Netzwerk zu rekrutieren, war und ist Facebook trickreich und hartnäckig wie eine Sekte … *)
   Zur Sache. Öffnet man im PC eine Facebook-Seite, so wird sie komplett grau abgedeckt und fast vollständig von einem Hinweis überlagert:
Mark Zuckerbergs Facebook-Seite:
»Um auf Facebook mehr von Mark Zuckerberg zu sehen, melde dich an oder erstelle ein Konto.«
So geht es einem Nicht-Facebooker mit allen Facebook-Seiten. Selbst Moscheen sind da offener, Schuhausziehen genügt.
   Nun kann man das Verdeckblatt mit Klicken auf »Jetzt nicht« (×) wegbekommen, aber nur fast:
Selbst minimiert verdeckt die penetrante Aufforderung mindestens ein Viertel des Bildschirms
(bei größeren Bildschirmen vielleicht weniger).
Am Smartphone wirkt die Verdeckung noch abstoßender:
Die große untere Einblendung (Überblendung, Abdeckung) lässt sich wegklicken, die obere nicht.
Ist so. 
   Das müssten sogar Facebook-Teilnehmer im »privaten Modus« des Browsers (Explorer und Firefox: Ctrl-Shift-P oder im Menü; Chrome: Ctrl-Shift-N) probieren können. 

Link hierher:
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/facebook-fur-nicht-facebooker.html
———
*) 2.5.2009: Facebook-Esel. Glosse über Facebook, das mich (und viele andere) mit einer Art Kettenbrief zur Mitgliedschaft überrumpelte. Mehr dazu auf meinem Blog vom 3. Mai 2009
   Ich hab’ mich damals gleich wieder von Facebook gelöst – was mir freilich keine »Freunde« gemacht hat, die mich »liken«. Selbst heute entfliehen noch manche den Fängen dieser bunten Sekte. Beispiel:


Newsletter, Januar 2017

Sehr verehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
zuerst einmal mal bye bye Facebook, Twitter, Instagram & Co! Konkret: Ich habe zum Jahreswechsel nach reichlicher Überlegung alle meine Social Media Websites gelöscht und meine Corporate Websites von den »Follow me«-Buttons befreit. Ich werde mich sinnvoller Weise nun wieder auf meinen eigenen Webspace konzentrieren. 

11. Januar 2017

Death of “Spamnet”: Cloudmark DesktopOne will be dscontinued

 What a pity.
   Spamnet, in 2002 called “DesktopOne” by Cloudmark – and  free of charge since 2014 – is a fine anti-spam plugin for Outlook.
It will stop functioning after December 1, 2017.
It uses collaborative peer-to-peer filtering (»auf Gegenseitigkeit«). Desktop one works with Outlook or Thunderbird, as well as with Apple mail.
   When you mark a mail as spam and “Block” it – see screenshot above – it’s not only moved into your spam folder, also a message is sent upstream to Cloudmark with a summary of the spam’s content. If many users suggest a certain mail to be spam, Desktopone removes it from all future recipients into spam. The “summary” or hash code or signature – whatever you call that – of the spam mail is a company secret, so no spam author can circumvent this democratic way of filtering.
   As an example please read a review by
Every time a spam message appears in an inbox and the user clicks the Block button, information is sent to Cloudmark that identifies the message as spam. Once a level threshold has been exceeded, the message is filtered for all users. With over two billion (Milliarden) Cloudmark users worldwide, such a community-based approach yields powerful results.”
   Here what Cloudmark tells us very clearly: “
We are sad to announce that Cloudmark DesktopOne is being discontinued and that the end of life wind down period has begun. With the increased use of mobile devices, the number of people running DesktopOne has tailed off over time as people migrated from desktop-based email clients to web-based and mobile-based email clients. As of 2014, we changed the Cloudmark DesktopOne product from that of a paid yearly subscription model to that of a free model in an effort to retain or increase the active user count. Unfortunately, this experiment hasn’t altered the rate of user decline. Although Cloudmark DesktopOne has been a helpful product for many users around the world, we are unfortunately no longer able to maintain the product and it will stop functioning after December 1, 2017.”
   So: It’s the fault of
• popular web-based online mailers, and
• smartphones with their proprietary mailers
   In our case here T-Online has a very uncritical spam filter, plus it adds ads in between mails on a smarttphone.

Read about Cloudmark and its origins in Wikipedia.
Look at their website, see the directors George Riedel, Eric Byunn, Greg Goldfarb, Robert Huret, Cameron Myhrvold, Janet Perna and Ian Perry.

Thank you, Cloudmark!

Permalink
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/death-of-spamnet-cloudmark.html

Perspektive korrigieren, »nach Gefühl«

Die Perspektive korrigieren, stürzende, fallende Linien aufrichten, Parallelperspektive erzeugen, darüber mag man in der Wikipedia lesen. Heute ist mit beim Thema »Brutalismus« (ab 13.1.2017 eine Ausstellung im Vitra-Museum) aufgefallen, dass man die Korrektur »nach Gefühl« machen muss.
   Unter den Wikipedia-Beispielbildern dort dieses: 
Genex-Turm im winterlichen Belgrad, 1980, Foto Mihajlo Mitrović
Ich habe extra Gitterlinien eingeblendet. So sieht man, das Gebäude ist genau parallel gestellt, der Parallaxausgleich ist »mathematisch« perfekt. Und trotzdem finde ich, dass das Gebäude oben zu breit ist, dass es gegen mich kippt, dass die Korrektur überrieben stark ist. So »sieht« man das nicht. Die oberen Fenster erscheinen mir größer als die unteren.
   Einen ähnlichen Effekt sieht man bei den Bildern vom Frankenturm in Trier, wo die Korrektur ebenso unnatürlich wirkt.
   Also hab’ ich etwas herumgeschraubt.
Oben geschmälert, nach links gekippt, nicht neu beschnitten
Ich finde, dass einem das Gebäude nicht mehr entgegenfällt, vor allem rechts oben nicht, doch ganz zufrieden bin ich auch nicht. Man muss sich ein Bild mit dem Auge ansehen und einen Kompromiss finden. In jedem Fall ist eine nachträgliche Ent- oder Verzerrung ein Eingriff in die Wirklichkeit, so wie man sie sieht. Da gehe man »mit Gefühl« vor.

Ähnliches gilt für die Lage des Horizonts. Meine Kamera bietet mir, dank einer inneren elektronischen Wasserwaage, eine grüne Linie zum Waagrechthalten. Ich versuche mich danach zu richten. Doch besonders bei Aufnahmen mit sichtbarem Horizont, etwa am Meer, »stimmt« dieser dann trotzdem nicht. Ich muss »nachdrehen«, meist so, dass der Horizont im Bild waagrecht liegt, selbst wenn das in Wirklichkeit anders aussah.   
Pazifik, offensichtlich mit Blick nach rechts aufgenommen von Sierra Lopez.
Die Kamera wurde vermutlich waagrecht gehalten. Original
Dasselbe Bild optisch-gefühlsmäßig waagerecht gestellt

Sowohl beim Originalbild als auch beim waagrecht gestellten liegt der Fluchtpunkt ziemlich weit rechts, beim Original nur etwas »unter der Gürtellinie«, tiefer als der im Bild sichtbare Horizont. Das erwartet man so nicht.

Siehe auch: Quadratische Bilder

Link hierher: 
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/perspektive-korrigieren-nach-gefuhl.html


9. Januar 2017

Agnus Dei – nimmst du alle Sünden hinweg?

Enkaustische Kachel »Agnus Dei«. Quelle.
Robert Minton Taylor, Tile Works,
Fenton bei Stoke-upon-Trent
Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem.

Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt, gib uns (deinen) Frieden.

Beim Dona nobis pacem ist da der Friede im deutschen Gebrauch schon ein wenig eingeschränkt. Es heißt: Gib uns deinen Frieden. Da wird dann wohl der bloße Seelenfrieden gemeint sein.
   Mir hat der uneingeschränkte Sündenerlass zu denken gegeben. In einem Zeitalter, in dem man seine Sünden vertuscht – etwa, wenn man geblitzt worden ist und einen fremden Fahrer angibt –, oder sich einer Terrortat rühmt, in einer Zeit, in der keinen mehr seine Sünden drücken, da frage ich mich: Vergibt Gott alle Sünden? Jedem? Immer? Im praktischen Gebrauch geht heute – wenn er’s überhaupt tut – der brave Katholik zur Messe und lässt sich im Kyrie am Anfang die Sünden stornieren: Nachlass, Vergebung und Verzeihung unerer Sünden gewähre uns der allmächtige und barmherzige Herr. (Wobei mir auffällt, wie auch am Ende beim Segen, dass hier immer nur ein Wunsch geäußert wird. Ob Gott diesen Wunsch dann auch erfüllt, bleibt offen.). So geläutert nimmt sie oder er die Kommunion, egal, wieviel Sünden in Petto sind.
   Zusammengefasst und spitz formuliert:
   Darf man Fahrräder klauen? Die Sünden nimmt dann das »Schaf Gottes«.
   Ich finde, mit dieser Haltung macht man den Allmächtigen – der gewiss die Sünden vergeben kann – zum dummen Schaf.

Link hierher
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/agnus-dei-nimmst-du-alle-sunden-hinweg.html

Siehe auch den Film »Fahrraddiebe« aus dem Jahr 1948. Auf Youtube finden Sie den vollen Film, italienisch, knapp 1½ Stunden; nur nach « ladri di biciclette » suchen, z.B. hier mit englischen Untertiteln.

Situation heute: https://youtu.be/YwAl7XDpp7Y

Eine Wasserleitung entleeren


Klein und grün: Entleerungsventil.
Groß und grün: Absperrventil, ein Schieber.
Entleert wird die Leitung nach oben.
1. Absperrhahn zudrehen
2. Absperrhahn aufdrehen 
3. Absperrhahn zudrehen
4. Absperrhahn aufdrehen 
5. Absperrhahn zudrehen
6. Absperrhahn aufdrehen 
7. Absperrhahn zudrehen
und so weiter, ein paar Mal! Der Hahn oder »Schieber« ist den ganzen Sommer lang offen gewesen, da muss man schon ein paar Male nachholen, damit er wieder dicht schließt.
8. Erst danach außen im Garten aufdrehen. Da darf jetzt kein Wasser mehr fließen.
9. Absperrhahn (innen) öffnen und das Wasser in einem Becher auffangen und wegschütten.
10. Entleerungshahn wieder schließen – sonst kann passieren, dass bei nicht richtig schließenendem Absperrhahn dauernd etwas Wasser aus dem Entleerungshahn fließt und oft unbemerkt eine Überschwemmung im Innenraum macht. 
Eiszapfen.
Ordentlich entleeren wäre besser gewesen.
   Wenn nur geringer Frost zu erwarten ist, kann man das Wasser auch ein wenig fließen lassen, mindestens tropfen. Kommt dann doch mehr Frost, friert sie ein, wobei alles Mögliche kaputt gehen kann, denn beim Auftauen dehnt sich Eis mit großer Kraft um ein Zehntel aus. Jedenfalls übernehme ich für nichts Verantwortung …

Permalink hierher:
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/eine-wasserleitung-entleeren.html

6. Januar 2017

Quadratische Fotos

In den alten Tagen analoger Fotografie – so vor 2000 – gab es Mittelformatkameras. Sie nutzen Rollfilm, der Negative von 6 × 6 Zentimter ablichtete. Normal war Kleinbildfilm mit rechteckigem Format 24 × 36 Millimeter (= 8,64 cm²) dem heutigen Vollformat eines Sensors.  6 × 6 war viel teurer, schwerer, und vor allem größer: 36 cm², also über viermal größer und entsprechend schärfer, auch wenn’s noch keine Pixel gab sondern nur Korn.
   Als Schüler hatte ich eine Zeiss-Ikon-Nettar, eine 6×6-Klappkamera, relativ ungeliebt. Als Student stieg ich dann von einer hochgeschätzten Minox B (Negativ 8 × 11 mm = knapp 0,9 cm²) auf eine Standard-Mamiyaflex 6×6-Kamera um, die es bei Poto Porst am Tauentziehen für etwa 350 Mark gegeben hatte. Die habe ich dann jahrelang herumgeschleppt, mit zwei doppeläugigen Objektiven und dem Belichtungsmesser. Super. Ich habe beide noch.
   Doch zurück zum Format. 

Ich mache noch heute sehr gerne quadratische Bilder.
   1. Technisch nutzt man damit das stets runde Objektiv am besten aus. Das größte Rechteck, das in einen Kreis passt, ist nun einmal ein Quadrat …
   2. Quadratische Bilder wirken ruhiger. Sie stehen fester, sozusagen affirmativer. Wenn’s nicht gerade eine Landschaftsaufnahme in der Ebene ist, oder der Blick tief hinunter in ein Tal, so passt quadratisch fast immer. Achtet man ein wenig auf den Goldenen Schnitt (schlichter: die Drittelregel) und legt den Horizont nicht gerade in die Bildmitte, so bleibt trotzdem Spannung da. Auch die bekannte Dreieckskomposition funktioniert besser. Kontraindiziert sind Bilder für den Fernsehbildschirm oder (weniger) Smartphones.
   Hier frei herausgegriffen ein Beispiel, wobei das Bild gar nicht »qua­dra­tisch« aufgenommen sondern nur von mir nachträglich beschnitten worden ist. 
Schwarzweißoriginalbild  (bei mir 201612/Hof …). Anmutung meines Erachtens harmonisch, umrahmt.
Quadratisch beschnitten. Anmutung meines Erachtens konzentriert, sachlich fest, unverrückbar, “no nonsense”.

Freilich ist das Geschmacksache. Man sollte das in Ruhe an verschiedenen Sujets selbst ausprobieren. 
   Grundsätzlich versuche ich immer, viel »Fleisch« am Bild zu lassen, viel Rand außenherum, weil ich die Bilder, bevor ich sie nutze, immer nachbearbeite. Besonders Weitwinkelbilder gewinnen oft sehr, wenn man sie an den Seiten bescheiden kann, weil dort die perspektivischen Verzerrungen am deutlichsten stören.
    Meine »Panasonic Lumix DMC-TZ61« hat extra eine quadratische Bildeinstellung (Seitenverhältnis 1:1) und 13,5 Mio. Pixel. Ich verwende, schon um die Pixelzahl zu reduzieren, fast immer 4:3 mit 5 Mio. Pixel,und selbst das ist eigentlich zu viel für meinen Bedarf. Dass das Bild hernach zum Quadrat beschnitten wird, daran denke ich einfach bei der Aufnahme und zoome weniger stark.
Abendstimmung in der Eifel. Hochkantpanorama, nachher gedreht
Wenn bei  mir ein Bild wirklich breit sein soll, so nutze ich den Pa­no­ra­ma­mo­dus, allerdings normalerweise hochkant! So bekommt man (noch) mehr aufs Bild, und die Perspektie stimmt meistens.

Siehe auch: 
   Stürzende Linien und Horizont – nach Gusto korrigieren.

Permalink hierher:
http://blogabissl.blogspot.com/2017/01/quadratische-fotos.html